Private Wetterstation Kalkriese

Lat.: 52° 24' 26" Nord • Long.: 8° 04' 41" Ost • Höhe: 57 m ü. NN
Samstag, 22. August 2026 • 01:41:19 (UTC+2)

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Bodenanalysekarten und Synoptische Übersichten

Luftdruck - Fronten - Wetter

Nordatlantik - Europa
 
 
Nordatlantik - Europa


Quelle: Deutscher Wetterdienst, Quelldatei bearbeitet und eigene Angaben ergänzt.




SXEU31 DWAV 210800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 21.08.2026 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
Heute im Süden und Südosten starke Regenfälle und evtl. schwere Gewitter (noch
Unsicherheiten). Auch sonst wechselhaft, vor allem zum Sonntag hin aber
zunehmender Hochdruckeinfluss.

Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC
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Freitag... könnte aus synoptischer Perspektive nochmal ein hochinteressanter Tag
werden, insbesondere am Alpenrand sowie im Alpenvorland. Die Tatsache, dass hier
der Konjunktiv zur Anwendung kommt, zeigt aber, dass selbst bei einem
Vorhersagehorizont von vielleicht 9-12 Stunden die Fronten mitnichten
vollständig geklärt sind. Wieso und weshalb, dazu im Folgenden mehr.

Zunächst zur allgemeinen Wetterlage, die Deutschland nach wie vor auf der
Vorderseite eines umfangreichen Langwellentrogs sieht, welcher von Nordeuropa
via UK/Irland bis hinunter zur Biskaya respektive der Iberischen Halbinsel
reicht. Knapp westlich des südlichen Trogeils befindet sich noch weiterer Trog,
der heute zu einem eigenständigen Höhentief mutiert und dabei das
korrespondierende Bodentief mächtig intensiviert. Das aber nur der
Chronistenpflicht halber, für uns spielt das bestenfalls mittelbar eine kleine
Rolle. Hier gilt es, den Haupttrog im Auge zu behalten, dessen Südteil Anstalten
macht, sich Mitteleuropa und somit auch Deutschland zu nähern. Heute wird das
aber noch nichts, wenn man mal seine Hauptachse als Referenz nimmt, so dass wir
zumindest den Tag, größtenteils wohl aber auch noch die kommende Nacht unter
einer sich zunehmend aufsteilenden südwestlichen Höhenströmung verbringen.

Am Boden befinden wir uns inmitten eines langgestreckten Tiefdrucksystems, das
mit seinen Hauptkernen ebenfalls über Nordeuropa positioniert ist (MARGARETE,
NORA), um von dort bis hinunter in westliche Mittelmeer auszustrahlen. Über
Süddeutschland liegt südwest-nordost-exponiert noch immer die schleifende
Kaltfront, an der sich in den nächsten Stunden ein äußerst veritables MCS von
Frankreich, Italien und der Schweiz her nach Nordosten hangelt. Auf der warmen
Seite der Front, namentlich der südöstlichste Teil Bayerns sowie große Teile
Österreichs bildet sich in Kürze ein föhnbedingtes Tief, das sich in den
Abendstunden von den Alpen löst und via Osttschechien und die Slowakei gen
Ostpolen zieht. Auf der "kalten" Seite der Front hat sich landesweit eine
erwärmte subpolare Meeresluft (mPS) durchgesetzt, in der sich heute vor allem im
Nordwesten und Westen auch ein bisschen was tut.

Doch bleiben wir zunächst im Süden, wo die Entwicklung wohl am prickelndsten
vonstattengeht mit den noch oben schon angedeuteten Fragezeichen. Folgendes
Szenario bieten die meisten Modelle mehr oder weniger ähnlich derzeit an: Im
Laufe des Vormittags Übergreifen des großen Clusters in Form schauerartig
verstärkter, vereinzelt gewittriger Regenfälle auf das südliche BaWü sowie das
Allgäu, der sich über Mittag und am Nachmittag ost-nordostwärts bis nach
Oberbayern, Teile Frankens, der Oberpfalz sowie den NO BaWüs ausbreitet. Dabei
kommen gebietsweise 20 bis 40, teils auch 50 l/m² oder mehr innert weniger
Stunden zusammen. Auch in kürzeren Zeitintervallen ist Starkregen möglich. Die
Frage ist, wie gewittrig dieser Regen tatsächlich ausfällt. Aktuell existiert
"nur" eine Starkregenwarnung für einen Teil der betroffenen Regionen. Diese
Warnung muss räumlich sehr wahrscheinlich noch etwas angepasst und
möglicherweise in eine Unwetterwarnung (nicht überall) überführt werden -
nämlich dann, wenn kaum Gewitter auftreten.

Die zweite Baustelle liegt am östlichen, am warmen Rand des MCS respektive auf
der Westflanke des Föhntiefs, wo sich am Nachmittag bzw. am frühen Abend ein
oder zwei superzelluläre Gewitter entwickeln sollen, die einmal ost-nordostwärts
entlang der Alpen und im südlichen Vorland, vielleicht auch noch bis
Niederbayern durchziehen sollen. Wenn es so kommen sollte, dann geht´s heftig
zur Sache. Zwar strotzt die Luftmasse nicht vor CAPE und Labilität, Scherung und
Wasserdampfgehalt sind aber enorm. Die prognostizierten Reflektivitäten zeigen
z.T. schöne Bogensegmente, was auf hohe Windgeschwindigkeiten hindeutet. Gerade
am Alpenrand sollen laut ICON-D2-EPS schwere Sturm- oder gar Orkanböen 10 bis 12
Bft auftreten, Hagel um 3 cm und Starkregen gratis dazu. Das große Aber kommt
nun aber gleich hinterher. Wenn nämlich das Sonnenfenster, dass sich aktuell
auftut, nicht lange genug durchhält, weil Wolken/Schirme/Aufzüge benachbarter
oder vorlaufender Systeme sowie möglicher inneralpiner Konvektion den Laden
wieder dicht machen. In diesem Fall könnte am Ende der entscheidende Kick
fehlen, um zumindest solch schwere Gewitter auszulösen. Dann würde es vielleicht
"nur" markante Gewitter oder (un)gewittrigen Starkregen geben. Von der
Detailentwicklung hängt auch ab, wie sich die von den Modellen apostrophierte
Druckanstiegswelle windtechnisch auswirkt. Von schweren Gewitterböen bis nur
Windstärke 7-8 Bft scheint noch alles drin zu sein.

Nun aber endlich zum großen Rest der Nation. Da ist zunächst der äußerste
Nordwesten von Interesse, wo über der Nordsee eine Schauerlinie zu erkennen ist.
Sie markiert eine zweite, teilokkludierte Kaltfront, die an einen Bodentrog
gekoppelt ist und nur sehr unwillig Boden ins nordwestdeutsche Binnenland
gutmacht. Am Ende kommt es aber doch so, so dass sich nicht nur im Nordwesten,
sondern auch im Westen Schauer und einzelne Gewitter entwickeln, welche
einfachen bis markanten Kriterien genügen (Starkregen, Böen 7-8 Bft, kleiner
Hagel). Nur ganz gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass die
25mm-Starkregenschwelle gerissen wird und die "Rote Karte" gezogen werden muss.

Weitgehend trocken mit längeren sonnigen Phasen bleibt es in Teilen der Mitte
und Ost- bzw. Nordostdeutschlands. Auch hinter Kaltfront trocknet es später von
der Nordsee ab.

Die Temperatur liegt bei Regen im Südwesten nur bei 17/18°C, erreicht im Osten
hingegen bis zu 27°C. Der große Rest verbringt den Tag irgendwo dazwischen.

In der Nacht zum Samstag ist der Spuk im Südosten rasch vorbei. Der Druck
steigt, was sich in einem schmalen, von Frankreich ostwärts vorstoßenden Keil
zeigt. Weiterhin fraglich ist, ob Ostsachsen und die Lausitz noch etwas vom
Starkregen im Schlepptau des nach Polen ziehenden Tiefs, das übrigens den Namen
PRISKA erhalten hat, abbekommen. Knappe Kiste, aber nach mehrheitlicher Meinung
der Numerik soll der Kelch so gerade vorbeigehen und sich eher in Tschechien und
Polen ergießen.

Ansonsten lässt sich konstatieren, dass die Annäherung des Höhentroges großen
Einfluss auf das nächtliche Wettergeschehen ausübt, wobei vor allem die breite
Mitte betroffen ist. Im Norden trocknet es weiter ab, so dass abgesehen von ein
paar Nordseeschauern und vielleicht etwas Regen im deutsch-polnischen
Grenzbereich nicht viel passiert. Teilweise klart es bei schwachem Wind sogar
auf, was im Binnenland in der frisch eingeflossenen maritimen Polarluft (mP) die
Temperatur auf nahe 10°C, lokal sogar etwas darunter zurückgehen lässt. In der
Mitte hingegen stellt sich eine rege Schauertätigkeit ein, die in dem ein oder
anderen Fall auch mal elektrisch ausfällt. Dabei gibt recht deutliche Hinweise
auf Starkregen (nicht nur bei Gewittern), durch "Wiederholungstäter" durchaus
auch mehrstündig, lokale Unwetter absolut nicht ausgeschlossen.


Samstag... schwenkt der Trog nur sehr zögerlich über den Vorhersageraum hinweg,
weil er in seinem Westteil durch kurzwellige Anteile gespeist und somit
ordentlich in die Breite gezogen wird. Im Bodendruckfeld gelangen wir zwischen
ein umfangreiches Hoch über dem nahen Atlantik (1025 hPa + X), das einen breiten
Keil in Richtung Alpen aussendet und dem ehemaligen Föhntief, das sich
ordentlich gemausert hat (Kerndruck um 12 UTC unter 995 hPa) und das Baltikum
ansteuert. Daraus resultieren west-nordwestliche Bodenwinde, die vor allem an
den Küsten bis zum Abend spürbar zulegen (Böen 7 Bft).

Darüber hinaus gilt es festzuhalten, dass sich das konvektive Geschehen in der
Mitte aus der Nacht zunächst fortsetzt, sich dabei aber geringfügig südostwärts
ausdehnt. Noch immer ist Starkregengefahr gegeben, nicht zwingend an Gewitter
gebunden und vor allem in der östlichen Mitte, wo die Schauer bzw. der
schauerartige Regen so richtig in die Mittelgebirge (Thüringer Wald, Erzgebirge)
reinlaufen. Am Nachmittag und Abend nimmt die Schauer- und
Gewitterwahrscheinlichkeit kontinuierlich ab, weil sich die von der Nordsee
einströmende Luftmasse als nicht so geeignet entpuppt und zudem der Trog die
Lust verliert, als Antreiber zu fungieren. Das soll aber nicht heißen, dass
nicht von der Deutschen Bucht her immer noch mal ein, zwei Schauer den Weg nach
Husum, Cuxhaven oder Bremerhaven finden. Den meisten Sonnenschein gibt es im
Süden von Südbaden bis nach Oberbayern hinüber, wo die abtrocknende Wirkung des
Hochkeils seine höchste Wirkung erzielt.

Thermisch landen wir am morgigen Samstag bei nur noch 17 bis 23°C mit den
höchsten Werten im Südwesten und den niedrigsten an der Nordsee.

In der Nacht zum Sonntag schwenkt der Potenzialtrog ganz langsam ostwärts, was
uns unter eine zyklonal konturierte west-nordwestliche Höhenströmung bringt.
Mangelnder energetischer Input, zunehmend trockene Luft sowie weiterer
Druckanstieg sorgen aber dafür, dass die Zyklonalität in der Höhe so gut wie
keinen Impact mehr erzeugt. Sprich, die am Abend noch auftretenden Restschauer
fallen rasch zusammen. Lediglich direkt an der See, wo diabatische Effekte im
Spätsommer immer mehr an Bedeutung gewinnen und sich zudem noch ein Bodentrog
des Richtung Finnischer Meerbusen ziehenden Tiefs bemerkbar macht, kann mit
Schauernachschub gerechnet werden. Insbesondere an der Küste MVs sind auch kurze
Gewitter mit Böen 8 Bft möglich. Darüber hinaus weht an den Küsten ein lebhafter
West- bis Nordwestwind mit steifen, an der nordfriesischen Küste inkl. der
vorgelagerten Inseln und Halligen auch stürmischen Böen 7-8 Bft.

Der große Rest des Land wird eine ruhige und vor allem ziemlich frische Nacht
erleben, in der die Luft (T850 im Norden nur 3 oder 4°C) auf 12 bis 6°C abkühlt.
In einigen Mittelgebirgen kann es bei längerem Aufklaren noch etwas frischer
werden. Zudem muss in der Mitte und im Süden mit Nebel gerechnet werden.


Sonntag... verstärkt sich der Hochdruckeinfluss, auch wenn der Support aus der
Höhe mager bleibt. Rückseitig des Troges bleibt nämlich die west-nordwestliche
Höhenströmung zyklonal konturiert, während der eigentlich erwartete
Potenzialrücken die Briten und Iren erfreut. Egal, der Hochkeil entpuppt sich
als wuchtig genug, außerdem rückt das Zentrum des Mutterhochs allmählich dichter
an den Kontinent heran. Für die Südhälfte bedeutet das reichlich Sonnenschein,
garniert mit einigen Quellungen unterhalb der zwischen 700 und 750 hPa
positionierten Inversion.

Nach Norden hin wird das gesamte Setup wolkiger, Richtung Nordosten auch stark
bewölkt. Dort zeigt noch immer die nach Karelien ziehende PRISKA ihre Zähne,
wenn auch in abgestumpfter Form. Vor allem an der Ostsee sind einzelne Gewitter
möglich. Außerdem weht dort wie auch an der Nordseeküste SHs weiterhin ein
frischer und böiger West- bis Nordwestwind.

Höchsttemperatur an der Nordsee um 18°C, am Oberrhein bis 25°C.

Modellvergleich und -einschätzung
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Die heutige Warnlage ist im Süden und Südosten schwierig, was im Text auch
hinreichend beschrieben wurde. Auch die schauerartigen Regenfälle kommende Nacht
in der Mitte sind nicht einfach zu handeln. Betrachten wir sie als Geschenk der
Natur nach langer Trockenphase.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann



S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 21.08.2026 um 10.30 UTC



Vorübergehendes Omegablocking bringt die Hitze zurück. Am Ende der Woche
wahrscheinlich Kaltfrontdurchgang mit schweren Gewittern.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 28.08.2026


In den vergangenen Tagen sah es so aus, als würde sich eine längere Troglage
einstellen, mit einem Tiefdruckgebiet, das sich Anfang der Woche über
Mitteleuropa hätte etablieren und für ordentlich Regen sorgen können. Nun zeigen
die Modelle jedoch die zumindest vorübergehnd die Wiederherstellung des alten
Zirkulationsmusters mit einem Blocking über dem nördlichen Mitteleuropa.
Demzufolge würde wieder heiße Luft nach Deutschland vordringen.

Die Umstellung beginnt bereits am Montag mit einer größeren Austrogung über dem
Westatlantik. Vorderseitig wölbt sich ein Keil über dem westlichen Mitteleuropa
auf, dessen Achse über der Nordsee liegt. In der Folge wird der aktuelle Trog
über Nord- und Mitteleuropa nach Nordosten verdrängt. Zudem etabliert sich ein
zum Keil korrespondierendes, blockierendes Bodenhoch über der Nordsee, das
seinen Einfluss auf fast ganz Mitteleuropa ausweitet. Somit ergibt sich erneut
eine Omegakonfiguration.

Im weiteren Verlauf der Woche kräftigt sich das Hoch und verlagert seinen
Schwerpunkt zum Baltikum, während der Trog über dem Westatlantik abtropft. Die
eingeflossene Polarluft erwärmt sich nicht nur durch Absinken, sondern wird auch
durch die südliche bis südöstliche Strömung mit subtropischer Luft aus dem
Mittelmeerraum verdrängt. Dadurch zieht die 15-Grad-Isotherme am Mittwoch über
die Südwesthälfte Deutschlands. Bis Donnerstag zieht das blockierende Hoch
weiter nach Nordskandinavien, während das atlantische Cut-Off-Tief nach Osten
hin an Raum gewinnt und sein Zentrum nach Großbritannien verlagert. Wir gelangen
dabei wieder auf die Vorderseite des Langwellentroges, wobei zunehmend feuchtere
Luft herangeführt wird. Der Westen gelangt dabei zusehends unter Trogeinfluss,
wodurch sich dort im Südwesten bereits am Dienstag, im Westen ab Mittwoch noch
vereinzelt und am Donnerstag eventuell verbreitet teils schwere Gewitter bilden
können. Die 20 °C-Isotherme auf 850 hPa stößt dabei am Donnerstag wieder bis zur
Mitte Deutschlands vor.

Zum Ende der Woche zieht sich das Hoch unter Abschwächung immer weiter nach
Nordosten zurück. Dabei kann die Kaltfront des Cut-Off-Tiefs mit schweren
Gewittern auf Deutschland übergreifen und die subtropische Luft wird zum
Wochenende hin ausgeräumt.

Anschließend zonalisiert die Strömung über Mitteleuropa deutlich, wodurch sich
eine mäßig warme Westwetterlage ergibt.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der gestrige Sprung im IFS hin zu einem erneuten Warmluftvorstoß unter einer
Hochdruckwetterlage ab Beginn der neuen Woche, hat sich mit den vergangen beiden
Läufen weiter verfestigt.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Auch die anderen Globalmodelle, einschließlich der KI-Modelle, sehen die Lage
ähnlich. Einige Unterschiede gibt es bei der Lage und Intensität des Tiefs über
Großbritannien zum Ende der Woche sowie den damit verbundenen Unsicherheiten
bezüglich des Kaltfrontdurchgangs und der
Gewitterentwicklung.__________________________________________________________

Bewertung der Ensemblevorhersagen


steigendem Geopotenzial einher. Am Donnerstag wird das ENS-Mittel in der Mitte
und im Süden wieder die 20 °C-Marke in den 850 hPa-Temperaturen erreichen. Zum
Ende der Woche zeigen alle ENS-Mitglieder einen abrupten Temperaturabfall bei
gleichzeitig steigenden Niederschlagssignalen.

Nachfolgend zeigen alle Cluster eine Westwetterlage für Mitteleuropa.

Fazit: Die Lage ist erstaunlich eindeutig. Die Troglage endet zu Beginn der
neuen Woche, zunächst bleibt es nur mäßig warm. Bis Donnerstag erfolgt dann eine
stetige Erwärmung bis hin zu erneuter Hitze. Außer im Südwesten überwiegt der
Hochdruckeinfluss. Abgesehen von einzelnen Gewittern im Südwesten, Westen und am
Alpenrand sind erst wieder am Donnerstag bzw. Freitag mit Durchgang der
Kaltfront signifikante Niederschläge in der Fläche zu erwarten. Dabei ist eine
Schwergewitterlage durchaus möglich.

Danach gilt eine mäßig warme, wechselhafte Westwetterlage als wahrscheinlichste
Lösung.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Am Dienstag kann es im Südwesten und am Alpenrand, am Mittwoch auch im Westen,
zu einzelnen kräftigen Gewittern kommen. Trotz guter Scherung bleiben die
simulierten CAPE-Werte jedoch begrenzt.

Mit dem Durchgang der Kaltfront am Donnerstag oder Freitag sind dann wieder
kräftige Gewitter zu erwarten. Auch hier ist das CAPE der limitierende Faktor.
Ob es zu einer Schwergewitterlage mit mehreren größeren mesoskaligen konvektiven
Systemen kommt, ist derzeit noch zu unsicher.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ICON, IFS, MOSMIX ab Freitag IFS-ENS-Mittel
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Christian Herold


Quelle: Deutscher Wetterdienst