Private Wetterstation Kalkriese

Lat.: 52° 24' 26" Nord • Long.: 8° 04' 41" Ost • Höhe: 57 m ü. NN
Samstag, 29. November 2025 • 09:10:08 (UTC+1)

Wettervorhersage externer Anbieter



Bodenanalysekarten und Synoptische Übersichten

Luftdruck - Fronten - Wetter

Nordatlantik - Europa
 
 
Nordatlantik - Europa


Quelle: Deutscher Wetterdienst, Quelldatei bearbeitet und eigene Angaben ergänzt.




SXEU31 DWAV 290800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 29.11.2025 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: SWz

Anfangs im Südosten von Bayern Glätte, regional Glatteis (Unwetter). In der
Folge leicht wechselhaft und überwiegend mild. Besonders über der Deutschen
Bucht stürmische Böen oder Sturmböen. Nachts im Süden und Osten häufig Nebel und
leichter Frost.


Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC
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Samstag... starten wir in eine vergleichsweise ruhige Kurzfrist, die zunächst
zyklonal Südwest aufgestellt ist und zum Montag zunehmend antizyklonal
daherkommt. Dabei nähert sich von Westen ein Höhentrog, der während der
Kurzfrist aber nur zögerlich und unter Abschwächung auf unser Vorhersagegebiet
übergreift. Ein in den Trog eingebettetes Bodentief mit dem Namen ZENOBIO zieht
unter Intensivierung von England über die Nordsee nach Dänemark und lässt eine
Kaltfront von West nach Ost über Deutschland schwenken. Ein umfangreiches
Hochdruckgebiet über Russland (ALRUN) hält jedoch dagegen, schwächt nicht nur
die Frontpassage ab, sondern sorgt zum Montag insgesamt auch für eine
Wetterberuhigung.

Aktuell (ausgangs der Nacht) erfasst eine maskierte Kaltfront den Südosten der
Republik und trifft dort noch auf teils frostige Luft- und Belagstemperaturen.
Zwar steckt kein Frost im Boden, doch muss verbreitet mit Glätte gerechnet
werden, was in einer umfangreichen markanten Warnung bereits gestern
hervorgehoben wurde. Regional musste entlang der unteren Donau kurzzeitig auch
eine Unwetterwarnung ausgegeben werden, da sich vergleichsweise hohe
Stundenraten beim Niederschlag (um 1 l/qm) Belagstemperaturen um -1 Grad
annäherten. Im Verlauf des Vormittags soll sich die Glätte- bzw. Glatteislage
nachhaltig entspannen und die letzten Niederschläge klingen im Verlauf des
Nachmittags auch dort endgültig ab. Entlang der Alpen fällt oberhalb von rund
1500 m etwas Neuschnee.

Postfrontal der maskierten Kaltfront floss in der vergangenen Nacht bereits eine
milde und feuchte Luftmasse in den Rest des Landes, was sich besonders im Umfeld
der zentralen Mittelgebirge durch geringe Sichtweiten, teils bis in den
warnrelevanten Bereich für Nebelwarnungen äußerte. Dabei kann man davon
ausgehen, dass besonders die Berglagen und teils auch Luvlagen der zentralen
Mittelgebirge ganztags im trüben Grau verbleiben.

Ansonsten kann sich zwischen ausgedehnten hochnebelartigen und hohen
Wolkenfeldern hier und da die Sonne zeigen, was besonders auf Oberschwaben
zutrifft. Abgesehen von etwas Nebelnässe bleibt es trocken.

Die Höchstwerte verbleiben entlang des Bayerischen Waldes nur wenig über dem
Gefrierpunkt, während sonst von Ost nach West 7 bis 12 Grad zu erwarten sind.

Der aus südlicher Richtung wehende Wind frischt im Westen zeitweise leicht auf
und weht über der Deutschen Bucht sowie auf dem Brocken stark böig bis stürmisch
(Bft 7 bis 8). Im abgekoppelten Südosten kommt der Wind nur schwach aus Südost.

Die Nacht zum Sonntag verläuft unter Keileinfluss im Süden und Osten sehr ruhig
und es kann für längere Zeit aufklaren. Dank der entkoppelten Grenzschicht
inklusive Ausstrahlung ist regional mit warnrelevantem und dichtem Nebel zu
rechnen (Unterfranken bis zum östlichen Alpenrand/Bayerischen Wald).

Ansonsten erfasst den Westen der Republik die Kaltfront des Tiefs ZENOBIO, das
von der Doggerbank gemächlich nordostwärts zieht. Dabei unterläuft ZENOBIO eine
markante Intensivierung mit einem Kerndruck von etwas unter 990 hPa, wobei
dessen kalter Jet über der freien See mit Bft 11 Böen für Furore sorgt. Dank der
kompakten Natur des Tiefs erfasst das Windfeld nur noch abgeschwächt die
östliche Deutsche Bucht, wo stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwest erwartet
werden, mit einem stark böigen Südwestwind entlang der Nordfriesischen Inseln.

Die Kaltfront kommt ausgangs der Nacht in etwa bis zur Südpfalz - Lübeck voran
und bringt dem Westen somit eine stark bewölkte und zunehmend regnerische Nacht.
Hier weht der Südwestwind mäßig, im Bergland auch frisch und auf dem Brocken
sind gar einige schwere Sturmböen (Bft 10) nicht ausgeschlossen. Die Minima
liegen im Westen und Norden zwischen 8 und 4 Grad.

Anders sieht es im entkoppelten Süden und Osten aus, wo bei einer unbedeutenden
Windbewegung Minima von +1 bis -4 Grad zu erwarten sind. Zu einer Interaktion
der Frostluft mit dem Regen entlang der Kaltfront kommt es die Nacht über nicht,
sodass mit keiner erhöhten Glättesituation zu rechnen ist. Meist bleibt es klar
oder es ziehen hohe Wolkenfelder durch, nur regional kann sich warnrelevanter
Nebel bilden.

Sonntag... zieht ZENOBIO gemächlich weiter zur Nordspitze Dänemarks und füllt
sich dabei allmählich auf. Dessen Windfeld erfasst den äußersten Norden mit
steifen, küstennah auch mit stürmischen Böen und über der Deutschen Bucht sind
auch Sturmböen aus West ein Thema. Dies betrifft nur die Deutsche Bucht, deren
Umfeld, Schleswig-Holstein und die westliche Ostsee. Ansonsten kommt der Wind
nur schwach bis mäßig aus Südwest und frischt im Hochschwarzwald zeitweise böig
auf. Der Tag verläuft hier meist stark bewölkt mit einigen Schauern im Umfeld
der Deutschen Bucht.

Tagsüber zieht die Kaltfront von ZENOBIO ostwärts und erfasst zum Abend den
gesamten Süden und Osten Deutschlands. Viel Nass wird es nicht geben, für einige
Stunden Regen reicht die Frontpassage aber aus. Postfrontal lockert die
Bewölkung im Westen und Nordwesten auf mit größeren blauen Flecken, allerdings
auch noch mit einem geringen Schauerrisiko.

Die Höchstwerte liegen im Südosten bei 3 bis 5 Grad, sonst zwischen 7 und 11
Grad.

In der Nacht zum Montag beschäftigt die Kaltfront den Süden und Osten von
Deutschland mit dichtem Gewölk und leichtem Regen. Wenngleich in Richtung
Abteiland, Hinterer Wald und Böhmerwald hier und da Glätte in geschützten Lagen
nicht ausgeschlossen werden kann, sollte es insgesamt zu mild sein für eine
erhöhte Glätteproblematik. Die Schneefallgrenze sinkt von Westen her auf etwas
unter 1000 m, die Neuschneemengen fallen aber unbedeutend aus.

Postfrontal bilden sich rasch ausgedehnte Hoch- und/oder Bodennebelfelder,
besonders im Norden bleibt es streckenweise aber auch für längere Zeit klar.
Abgesehen von letzten schwachen Schauern oder etwas Nebelnässe bleibt es
trocken. Meist verbleiben die Minima im leichten Plusbereich und gehen besonders
vom Saarland/Eifel bis zum Thüringer Wald/Harz in den leichten Frostbereich
zurück (bis -4 Grad). Dabei muss mit etwas Glätte gerechnet werden.

Der anfangs noch böige Südwestwind im Norden schwächt sich ab, sodass nur ein
schwacher bis mäßiger Wind aus südwestlicher Richtung erwartet wird.


Montag... fällt der Druck über Nordwesteuropa im Umfeld einer umfangreichen
Zyklogenese bei Island. Derweilen beeinflusst ein Hochdruckkeil weite Bereiche
Deutschlands, sodass mit einem ruhigen Wettertag zu rechnen ist.

In der noch hochreichend feuchten Luftmasse im Südosten werden noch etwas
Nieselregen oder einige schwache Schauer entlang der Alpen ausgequetscht. Mit
Sonnenanteilen darf man hier nicht rechnen.

Je westlicher und nördlicher man wohnt, umso eher können sich Nebel und
Hochnebel im Tagesverlauf zeitweise auflockern. Besonders im Westen und Norden
der Republik könnte der Nachmittag recht freundlich verlaufen, wenngleich den
Nordwesten im Verlauf des Tages erneut hohe Wolkenfelder tangieren. In Richtung
Emsland kann auch etwas Niederschlag nicht ausgeschlossen werden. Sonst bleibt
es trocken.

Die Höchstwerte liegen zwischen 2 und 8 Grad und vielleicht reicht es im Umfeld
der zentralen Mittelgebirge durch günstige Interaktion von nächtlichem Frost und
aufziehendem Hochnebel lokal für einen Frosttag. Der Wind kommt im Süden schwach
aus Ost, im Westen mäßig bis frisch aus Süd und gewinnt über der Deutschen Bucht
stetig an Kraft, sodass dort zum Nachmittag und Abend zunehmend Sturmböen aus
Süd auftreten (offshore).

In der Nacht zum Dienstag ändert sich daran nicht viel. Bei einem stürmischen
Südwind (offshore voller Sturm) über der Deutschen Bucht fällt dort zeitweise
etwas Regen. Sonst verläuft die Nacht unter schwachem Hochdruckeinfluss vom
Südwesten über die Mitte bis in den Nordosten teils klar, teils hochnebelartig
bedeckt. Besonders entlang der östlichen zentralen Mittelgebirge bis zum
Alpenrand breitet sich eine dichte Hochnebeldecke aus. Etwas unsicher ist noch
die von GFS angedeutete Entwicklung eines Kaltlufttropfens über Bayern und
Tschechien, was in Bayern ggf. für etwas Dynamik/gefrierenden Sprühregen gut
wäre. Diese Option wird aber bisher von keinem anderen Modell gestützt.

Die Minima liegen von Nordwest nach Südost zwischen +4 und -4 Grad.

Abseits vom stürmischen Nordseeumfeld kommt der Südwind im Westen mäßig bis
frisch, sonst schwach aus Südost bis Ost daher.

Modellvergleich und -einschätzung
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Die Kurzfrist wird von der Numerik sehr einheitlich gezeigt. In der Nacht zum
Dienstag nehmen die Unsicherheiten im Südosten etwas zu, wobei GFS dort einen
Kaltlufttropfen entwickeln lässt. Davon wollen die anderen Modelle bisher aber
kaum etwas wissen. Auswirkungen auf den Wetterablauf hat diese Option keine.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Helge Tuschy



S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 28.11.2025 um 10.30 UTC



Nach Kaltfrontdurchgang am Montag wieder rasche Milderung. Im Südosten
Hochdruckeinfluss mit Nebel und Sonne, im Nordwesten streifende Fronten mit
vielen Wolken und mildes Wetter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 05.12.2025


Der gesamte Mittelfristzeitraum ist geprägt von recht hohem Geopotential über
dem Osten Europas und Russland, ein Bodenhoch über Russland reicht auch in die
Gebiete östlich des Urals. Dementsprechend dominieren bei uns Trogvorderseiten.

Zum Beginn des Mittelfristzeitraumes, am Montag, schafft es nach IFS mal ein
Kurzwellentrog über uns hinwegzuschwenken. Dieser folgt der Kaltfront eines über
Skandinavien nordostwärts ziehenden Tiefs, hinter welcher mal vorübergehend
Polarluft mit -5°C in 850 hPa einfließen kann. Letzte Niederschläge fallen noch
im Osten und Süden, dann lockern die Wolken auf, bevor am Nachmittag die Wolken
der nächsten Warmfront aus Nordwesten aufziehen. Diese gehören zu einem neuen
Tief, das in der Nacht zum Dienstag nördlich Schottlands ostwärts zieht. Regen
fällt bis Dienstagmorgen nur im Nordwesten.

Am Dienstag kommt es über Westeuropa zu einer stärkeren Austrogung, so dass wir
auf eine Trogvorderseite gelangen und der Wind auf Süd dreht. Die Warmfront des
Tiefs zieht nach Nordosten ab, die Kaltfront erreicht den Westen des Landes und
kommt dann kaum noch voran. Allgemein setzt sich bei uns eine sehr milde
Luftmasse mit meist +2 bis +6°C in 850 hPa durch. Dabei ist es im Südosten recht
freundlich, nach Westen zu meist bewölkt.

Am Mittwoch tropft der Trog über Westeuropa ins westliche Mittelmeer ab, bei uns
stellt sich eine Südlage mit weiterhin milder Luft ein. An den Alpen wird es
aber allenfalls leicht föhnig. Die Kaltfront schleift weiterhin über dem Westen,
ist aber wenig wetteraktiv. Sie bringt hauptsächlich viele Wolken. Über der
Osthälfte kann es teils recht freundlich werden, teils dürfte aber dichter Nebel
herrschen.

Am Donnerstag tropft der Trog vollends ab und das Höhentief zieht bis nach
Sizilien. Das Trogresiduum schwenkt über den Nordwesten des Landes hinweg und
die Kaltfront kann dort mit Regenfällen eindringen. Gleichzeitig kommt es aber
über dem Westen Europas zu einer erneuten Austrogung, so dass sich der
vorlaufende Trog rasch abschwächt. Der Wind dreht teils leicht Richtung
Südosten, so dass nicht nur rückseitig der Kaltfront kältere Luft zu uns
gelangt, sondern auch von Osten her teils etwas kältere Luft einsickert. Damit
sinkt das Temperaturniveau in 850 hPa allgemein auf 0 bis 4°C. Abseits der
Kaltfrontbewölkung kann es teils sonnig sein, teils dominiert tiefe Bewölkung.

Am Freitag tropft der nächste Trog nach Süden ab und das Höhentief zieht weit
nach Algerien hinein. Bei uns verbleibt nurmehr eine sehr schwache Südströmung.
Der bodennahe Wind dreht immer mehr Richtung Osten, das sich das Russlandhoch
zunehmend Richtung Skandinavien ausweitet. Während in der Höhe wieder etwas
mildere Luft zu uns gelangt, dürfte bodennah etwas kältere Luft einsickern und
sich die Inversion verstärken. Dabei dürfte es weitgehend trocken bleiben, aber
tiefe Bewölkung dominieren.

Am Wochenende bleibt die Konstellation grundlegend erhalten, allerdings
verschiebt sich das Strömungsmuster etwas nach Osten, so dass wir zunehmend in
den Bereich des sich stetig erneuernden Langwellentroges geraten, der allerdings
recht milde Luftmassen aus dem Mittelmeer zu uns lenkt, so dass es nicht allzu
stark abkühlt, auch in den Bergen nicht. Gleichzeitig zieht sich das Hoch etwas
zurück, so dass auch die Fronten der westeuropäischen Tiefs bei uns eindringen
können. Damit dürfte es meist bewölkt und unbeständig bleiben.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der aktuelle Lauf des IFS ist mit seinen beiden Vorgängerläufen bis Freitag im
Großen und Ganzen konsistent. Der gestrige 00-UTC-Lauf ließ die erste Front am
Mittwoch etwas weiter nach Südosten vorandringen, die beiden gestrigen Läufe
ließen dann am Freitag die nächste Front etwas weiter ins Binnenland eindringen.
Insgesamt zeigt sich im jüngsten Lauf das Blocking über dem Nordosten Europas
etwas stärker, so dass es immer länger dauert, bis Fronten auch nach Deutschland
übergreifen können. Dies gilt auch für die erweiterte Mittelfrist.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Die heute vorliegenden Modelle zeigen bis einschließlich Donnerstag recht
ähnliche Entwicklungen. Auffallend ist nur GFS, das am Mittwoch ein Höhentief
über dem östlichen Mitteleuropa im Programm hat, das dort nordwärts gesteuert
wird und den Osten unseres Landes mit kälterer Luft und etwas Niederschlag
versorgen könnte.

Ab Freitag werden die Unterschiede aber dann generell größer. Die
Grundkonstellation mit dem Hoch im Nordosten und den von Westen anlaufenden
Tiefs ist zwar gleich, aber ICON lässt die Fronten Westen und Südwesten schon am
Freitag auf Deutschland übergreifen, GFS dann am Samstag. Lediglich beim IFS und
GEM dauert es bis Sonntag, bis sich der atlantische Frontenfriedhof bei uns
einfindet.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Rauchfahnen des IFS verteilen sich im Zeitraum von Mittwoch bis Freitag auf
drei Cluster. Während des gesamten Zeitraums und bei allen Clustern bleibt das
Blocking über dem Nordosten Europas bestehen, sie sind aber dem Regime "Negative
NAO" zugeordnet. Die Unterschiede zwischen den Clustern lohnen sich kaum zu
beschreiben. Im Prinzip gibt es leichte Unterschiede bei der Progression des
Troges Richtung Mitteleuropa und dem Abtropfverhalten desselben. Der Hauptlauf
liegt dabei in einem etwas weniger progressiven Clusters mit stärkeren
Abtropftendenzen, das auch nicht das größte Cluster ist. Damit ist der
IFS-Hauptlauf nicht nur gegenüber anderen Modellen, sondern auch gegenüber einem
größeren Teil des Ensembles sehr wenig progressiv.

In der erweiterten Mittelfrist bis Montag wird nur noch ein Cluster gebildet.
Dieses zeigt weiterhin das Blocking im Osten, bei uns tendiert die Lage in
Richtung südlich und zyklonal.

Die Rauchfahnen für verschiedene Städte Deutschlands zeigen nach einem Minimum
von Geopotential und Temperatur am Montag einen deutlichen Anstieg der beiden
Kurven. Danach schwankt die Temperatur nur noch wenig auf recht hohem Niveau
(T850 deutschlandweit meist über 0°C), wobei ab Freitag die Streuung deutlich
zunimmt, der Schwerpunkt der Kurvenschar in etwa auf gleichem Niveau bleibt. Im
Norden zeigt sich, dass der Hauptlauf phasenweise deutlich über dem
Ensembleschwerpunkt liegt. Beim Geopotential zeigt sich ein langsamer Rückgang,
wobei zum Freitag/Samstag die Streuung extrem zunimmt, was auf die hohe
Unsicherheit bei der Progression des Troges hinweist. Die Niederschlagssignale
sind nächste Woche nicht sehr stark und nehmen von Nordwest nach Südost ab.

Die Rauchfahnen des GFS zeigen eine ähnliche Entwicklung. Allerdings fällt bei
GFS die generell etwas niedrigere Temperatur in 850 hPa auf, die in allen
Landesteilen an der Nulllinie klebt und damit zumindest im Süden 2 bis 4°C
niedriger ausfällt als beim IFS.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


EFI:
Der EFI zeigt in der kommenden Woche keine Signale.

Sturm:
Am Montag besteht anfangs nach IFS-EPS eine mittlere Wahrscheinlichkeit für
stürmische Böen im Nordseebereich, wobei bei Südwestwind vor allem Helgoland und
die Westküste Schleswig-Holsteine betroffen sein dürften.
In der Nacht zum Dienstag und am Dienstagvormittag sind dann stürmische Böen im
Nordseeküstenbereich nach IFS-EPS sehr wahrscheinlich, Sturmböen mäßig
wahrscheinlich. Auch im westlichen Bergland besteht eine gewisse
Wahrscheinlichkeit für stürmische Böen. In exponierten Lagen des westlichen und
nördlichen Berglandes muss mit Sturmböen oder schweren Sturmböen gerechnet
werden.
Nachfolgend sind markante Böen sehr unwahrscheinlich. Allenfalls in den Alpen
kann es im Wochenverlauf etwas föhnig werden mit Sturmböen in Hochlagen. Nach
einer stärkeren Föhnlage sieht es aber nicht aus.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, IFS-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Peter Hartmann


Quelle: Deutscher Wetterdienst