Private Wetterstation Kalkriese

Lat.: 52° 24' 26" Nord • Long.: 8° 04' 41" Ost • Höhe: 57 m ü. NN
Dienstag, 13. Januar 2026 • 02:13:20 (UTC+1)

Wettervorhersage externer Anbieter



Bodenanalysekarten und Synoptische Übersichten

Luftdruck - Fronten - Wetter

Nordatlantik - Europa
 
 
Nordatlantik - Europa


Quelle: Deutscher Wetterdienst, Quelldatei bearbeitet und eigene Angaben ergänzt.




SXEU31 DWAV 121800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 12.01.2026 um 18 UTC


SCHLAGZEILE:
Im gesamten Osten die Nacht über andauernde unwetterartige Glatteislage. Im
Nordosten und Südosten regional bis weit in den Dienstagvormittag anhaltend.
Ansonsten wechselhaft und besonders im Südwesten auch mild bis sehr mild.
Exponiertes Bergland stürmischer Südwestwind.

Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
----------------------------------------------------------------
Aktuell ... ist der Wetterumschwung im vollen Gang.

Synoptisch gesehen sorgt eine zunehmende Blockierung im Bereich des Urals für
ein allmählich südliches Ausweichen der Tröge, die mehr und mehr in Richtung
Mittelmeer abdriften. Wir verbleiben peripher eines Keils mit Zentrum über dem
zentralen Mittelmeer. Dieser Keil ist jedoch nur dem Süden der Republik
wohlgesonnen, während besonders im Norden Deutschlands eine progressive Strömung
vorherrscht. In dieser wird ein Bodentief über die Nordsee nordostwärts geführt
und löst sich dabei über Südnorwegen auf. Dessen Fronten beeinflussen auch unser
Wetter besonders über Norddeutschland.

Heute Nachmittag und Abend aber dominiert WLA das Wettergeschehen. Der erste
Schub löst sich nun über dem Osten auf, bevor eine von Westen nahende Welle eine
weitere Warmfront nach Deutschland drückt. Rückseitig der Welle legt sich die
Front dann die Nacht zum Dienstag über schleifend über die Mitte der Republik.

Der erste WLA-Schub (und nicht in der Frontenalanyse berücksichtigt, da nun
zunehmend frontolytisch unterwegs) kommt im Nachmittagsverlauf unter
Abschwächung bis in den Osten/Südosten der Republik voran. Dabei büßt die Front
besonders im Nordosten an Wetteraktivität ein. Dort fällt zum Abend nur etwas
Schnee (um 2 cm), rückseitig dann teils gefrierender Sprühregen. Summa summarum
nimmt aber auch im Nordosten die Glätte immer weiter zu.
Im Südosten geht der teils mäßige Schneefall von Westen in gefrierenden Regen
über. Dieser schwächt sich hier nur kurzzeitig etwas ab.

Von großem Interesse ist aber die nachfolgende seichte Wellenpassage, deren
Scheitel über Benelux und nachfolgend ostwärts über Norddeutschland zieht. Mit
dieser Wellenpassage wird eine recht aktive Warmfront von West nach Ost über
Deutschland geführt.

Diese Entwicklung lässt im Verlauf des späten Nachmittags und Abend den skaligen
Niederschlag von Westen neu aufleben, der im Südwesten und Westen als Regen mit
nicht warnrelevanten Mengen fällt.

Kritisch wird die Situation zum Abend im Osten Bayerns, wo die neue Warmfront
zum Abend mit sich erneut verstärkenden Niederschlägen auf weiterhin frostige
Böden trifft, sodass dort verbreitet mit teils mäßigem gefrierenden Regen zu
rechnen ist (UNWETTER).

Die abendlichen Werte liegen im gesamten Westen zwischen 6 und 2 Grad, im Osten
zwischen 0 und -4 Grad, in Richtung Lausitz auch etwas darunter.


In der Nacht zum Dienstag dauert dir kritische Wetterlage im gesamten Osten
weiter an.
Zunächst richten wir den Fokus auf den Südosten der Republik. Bei fehlender
Durchmischung bzw. einer anhaltend seichten südöstlichen Bodenwindkomponente
muss hier im gesamten Osten von Bayern bis weit in die Nacht mit gefrierendem
Regen gerechnet werden, teils auch mit mäßiger Intensität. Wie schnell sich die
wärmere Luftmasse von Nordwesten durchsetzt bleibt abzuwarten und könnte sich
vor allem in Richtung Oberpfälzer Wald, Bayerischer Wald, Hinterer Wald bis ins
Abteiland teils zäh die ganze Nacht über halten. Auch unsicher ist, inwieweit
die Verstärkung des Niederschlags die Eisbildung etwas hemmt. Besonders an
exponierten Gegenständen kann aber erheblicher Eisansatz nicht ausgeschlossen
werden, was die Vegetation bzw. Vegetationsschäden miteinschließt. Auch die
Straßen bleiben die Nacht über glatt, wobei die Ausprägung der Glätte bzw. des
Glatteises auch von der Behandlung der Straßen abhängt.

Der zweite Fokus liegt im Nordosten (Ostsee bis zum Erzgebirge), wo die nahende
Welle im Verlauf der Nacht die Niederschlagsintensität ebenfalls verstärken
lässt. Hier deutet sich gar am Wellenscheitel recht großflächig mäßiger und
anhaltender Niederschlag an. Auch hier sorgt fehlende Durchmischung für einen
nur zögernden Abbau der grenzschichtnahen Kaltluftschicht, zumal die
Straßenbelagstemperaturen (wenigstens innerhalb der Numerik) durchweg im
negativen Bereich verbleiben. Der gefallene Schnee kann zwar etwas hemmend
wirken, doch auch hier gilt: Glatteisgefahr. Daher wurde auch dort eine
Unwetterwarnung vor Glatteis ausgegeben.

Rückseitig der Welle bleibt die Front schleifend über der Mitte liegen und
bringt noch anhaltende Regenfälle, die jedoch keine Warnrelevanz besitzen (Stau
von Spessart und Rhön um 10 l/qm/12h).

Im Nordwesten lockert hinter der Welle die Bewölkung im Verlauf der zweiten
Nachthälfte etwas auf und es muss teils überregional mit dichtem Nebel gerechnet
werden.

Deutlich ruhiger verläuft die Nacht im Südwesten, wo es zeitweise länger
aufklart und ein Großteil der Nacht trocken verläuft.

Der südwestliche Wind frischt mit der Wellenpassage im exponierten Bergland
böig, teils auch stürmisch auf. Entsprechende markante Warnungen sind für den
Hochschwarzwald, die Alpengipfel und den Brocken bereits ausgegeben worden.

Die Minima liegen im gesamten Westen zwischen 6 und 2 Grad, im Osten zwischen +1
und -4 Grad, wobei es von Westen sukzessive milder wird.


Dienstag ... wölbt sich über Deutschland die Keilachse weiter nordwärts auf und
verlagert sich zögernd in den Osten von Deutschland. Somit beruhigt sich das
Wetter insgesamt und besonders nachhaltig im Süden von Deutschland (grob südlich
des Mains). Hier wird ein freundlicher und trockener Tag erwartet mit Maxima von
8 bis 14 Grad (höchste Maxima den Oberrhein entlang). Was für ein Kontrast zu
den jüngsten Tagen.

Der über der Mitte liegende und unter dem sich verstärkenden Keileinfluss
schwächelnde stationäre Frontenzug bekommt im Tagesverlauf wieder einen Push
nach Nord bis Nordost und sorgt als eine eher wetterinaktive Warmfront für etwas
Regen. Die Niederschlagsaktivität klingt dabei besonders über der Mitte und im
Osten im Nachmittagsverlauf zunehmend ab. Die WLA fällt im Nordwesten, forciert
durch die Bodentiefpassage über der Nordsee am stärksten aus, sodass allgemein
im Nordwesten der Republik bis zum Abend skalige Regenfälle zu erwarten sind. In
diesen Regionen kann von einem wirklich trüben Tag gesprochen werden, gehen dort
die teils dichten Nebelfelder aus der Nacht heraus im Tagesverlauf fließend in
den skaligen Regen über.

Warnrelevant bleibt der äußerste Südosten von Bayern und Vorpommern bzw. das
Umfeld der Oder und ggf. die Lausitz bis weit in den Vormittag. Hier hält sich
bodennah die Kaltluftschicht dank fehlender Durchmischung sehr zäh und
gefrierender Sprühregen oder Regen können die Glatteissituation noch länger
aufrechterhalten. Ab der Mittagszeit sollte aber auch hier eine Entspannung
eintreten.

Der Wind kommt mäßig bis frisch aus Süd, im Südosten schwach aus Südost und
frischt im exponierten Bergland zeitweise stürmisch aus südwestlicher Richtung
auf.

Die Maxima liegen von Nordost nach Südwest zwischen +1 und +13 Grad.

In der Nacht zum Mittwoch vertieft sich das über die Nordsee nordostwärts
ziehende Bodentief noch etwas und drückt die aktive Warmfront über
Norddeutschland nach Ost/Nordost, während ausgangs der Nacht die dazugehörige
Kaltfront auf den Nordwesten übergreift. Dies hat im Norden und später auch
Nordwesten eine regnerische Nacht zu Folge mit 12 std. Mengen von 4 bis 8 l/qm,
strichweise auch um 10 l/qm.
Ggf. muss man in Richtung Lausitzer Bergland noch schauen, inwieweit sich Frost
hält. Dies könnte bei einsetzendem Niederschlag ggf. lokal für erhöhte Glätte
sprechen.

Ansonsten dominiert noch der Keil im Süden und lässt die Nacht teils bewölkt,
teils klar und trocken über die Bühne gehen. Regional bildet sich dort dichter
Nebel.

Die Minima liegen im Norden zwischen 7 und 2 Grad, im Nordosten zwischen 3 und 1
Grad. Im Süden und Südosten tritt jedoch wieder recht verbreitet leichter Frost
von 0 bis -4 Grad auf.

Der Südwestwind weht im exponierten Bergland weiterhin teils stürmisch mit
Sturmböen auf dem Brocken. Sonst kommt er mäßig aus Südwest daher, im
Osten/Südosten eher aus Süd bis Südost.



----------------------------------------------------------------

Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC

Mittwoch ... keine nennenswerte Änderung zur Frühübersicht. Das Bodentief über
der Nordsee zieht unter Auffüllung nordostwärts nach Norwegen weiter. Dessen
Kaltfront wird besonders über Norddeutschland noch ostwärts geführt, bleibt aber
wie die vorherigen Fronten erneut zonal ausgerichtet über der Mitte liegen und
beginnt zum Abend wieder mit der nächsten Wellenannäherung aus Nordwest als
Warmfront nach Nordosten zu schwenken.

Dies bringt dem Norden und der Mitte viele Wolken und wiederholt auftretende
Regenfälle, die auch mal länger anhalten können. Von Nordwesten trocknet es im
Tagesverlauf etwas ab und die Wolken lockern auf.

Im Süden dominiert tagsüber antizyklonaler Einfluss. Hier bleibt es trocken und
besonders südlich der Donau auch freundlich.

Die Maxima liegen im Süden und Westen zwischen 5 und 11 Grad, im Osten zwischen
2 und 5 Grad.
Keine Änderung beim Südwestwind, der exponiert im Bergland stürmisch daherkommt.


In der Nacht zum Donnerstag dominiert die nordostwärts über Norddeutschland
schwenkende Warmfront. Dort und in deren zyklonal geprägten Warmsektor (Mitte
bis zur Donau ausgreifend) regnet es immer wieder. Etwas aufpassen sollte man im
Donauumfeld, ob hier leicht frostige Werte erneut für eine ggf. markante Glätte
ausreichen. Diesbezüglich gibt es aber noch große Unsicherheiten (u.a.
fraglicher Überlapp Niederschlag und ggf. leicht frostiger Grenzschicht).

Die Minima liegen zwischen +5 und -1 Grad, wobei auch im äußersten Norden bei
längerem Aufklaren leichter Frost und Glätte wenigsten regional ein Thema werden
können. Aber auch das hängt davon ab, wie schnell Aufgleitbewölkung und
Niederschlag nordwärts ausgreifen können. Keine Änderung beim Südwestwind, der
exponiert im Bergland stärker auffrischt und sonst schwach bis mäßig weht.




Modellvergleich und -einschätzung
----------------------------------------------------------------
Die Numerik hat die Entwicklung während dieser Kurzfrist zumeist gut im Griff.

Anfangs dominieren die Diskrepanzen bei der durch die Modellphysik beeinflussten
Niederschlagsart. Dennoch heben alle Modelle im Südosten und Nordosten eine
Fortdauer der Glatteislage hervor, was sich regional bis weit in den
Dienstagvormittag ziehen kann. Unsicher ist z.B., inwieweit rückseitig der Welle
noch gefrierender Sprühregen Vorpommern am Dienstagvormittag beeinflusst.

In der Folge ergeben sich geringe zeitliche Unterschiede bei den Wellen- und
Frontenpassagen. Dies hat aber keine nennenswerten Auswirkungen auf die
Wetterentwicklung.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Helge Tuschy



S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 12.01.2026 um 10.30 UTC



Sich retrograd verlagernde Blockade über Nordwestrussland. Zunächst milde
Vorderseite, dann zunehmend antizyklonal und bodennah leichte Auskühlung.
__________________________________________________________

Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 19.01.2026


Aktuell liegt ein Ast des troposphärischen Polarwirbels über Nordostkanada. Die
Kaltluft fließt über den Atlantik aus und hat dort die Tiefdruckbildung
angefacht. Der Grönlandblock wurde somit weitgehend abgebaut. Über der
Barentssee und Russland liegt immer noch eine positive Geopotenzialanomalie.

Im Mittelfristzeitraum ändert sich an dieser Konfiguration wenig. Atlantische
Tiefdruckgebiete laufen gegen das Blocking in Uralnähe an, wodurch sich eine
etwas nach Osten verschobene winkelförmige Westlage ergibt, die in eine Troglage
über Westeuropa übergeht. Wir bleiben dabei vorderseitig des sich
amplifizierenden Langwellentroges über dem westlichen Atlantik, der auf
Westeuropa übergreift, in einer relativ milden südwestlichen Strömung. Am
Donnerstag überquert uns dabei zunächst ein flacher Kurzwellentrog mit nur
geringem Niederschlag im Norden.

Am Freitag dreht die Strömung dann vorderseitig des Langwellentroges auf Süd.
Dabei wird in der Höhe subtropische Luft mit 850-hPa-Temperaturen von etwa 3 bis
5 °C advektiert, die jedoch oberhalb einer Inversion einfließt. An den Alpen
wird es föhnig.

Zum Wochenende verlagert sich das blockierende Hoch retrograd Richtung
Westrussland und dehnt seinen Einfluss auf Skandinavien aus. Zudem vollführt der
Westeuropatrog einen Cut-Off über der Iberischen Halbinsel bis Nordwestafrika.
Der Westen wird am Samstag noch von einem Kurzwellentrog und einer sich
auflösenden Front beeinflusst. Ansonsten fließt unter antzyklonalem Einfluss
bodennah etwas kältere Luft mit östlicher bis südöstlicher Strömung ein. Es
bleibt die typische Grenzschichtproblematik mit Nebel- und Hochnebel.

In der erweiterten Mittelfrist zeigt das IFS eine weitere retrograde Verlagerung
des Hochs nach Nordskandinavien. Gegen Ende nächster Woche soll im Hauptlauf
sibirische Kaltluft nach Mitteleuropa geführt werden. (Kalter Außreiser in den
ENS).
__________________________________________________________

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Mittelfristig ähnelt der neue IFS-Lauf den Vorläufen. Ab dem Wochenende nehmen
die Unterschiede dann zu. Die retrograde Verlagerung des Hochs wurde in den
Vorläufen nicht so stark angezeigt wie im neuen Lauf. In den Vorläufen zeigte
sich eher eine Tendenz zu einer höhenmilden Vorderseite, was auch von den
aktuellen Ensembles mehrheitlich bestätigt wird. Für die Nordosthälfte sind in
den neuen Ensembles aber immer mehr Ausreißer nach unten bei den
850-hPa-Temperaturen ab Beginn der nächsten Woche zu sehen..
__________________________________________________________

Vergleich mit anderen globalen Modellen


Bis zum Sonntag ähnelt die GFS-Simulation der IFS-Simulation. Sie lässt jedoch
anschließend statt sibirischer Kaltluft zunächst mit einer Südostströmung
erwärmte Kontinentalluft einfließen.

ICON lässt am Sonntag das Trogresiduum nach dem Cut-Off nach Mitteleuropa
hereinziehen und geht in eine zyklonale Südwestwetterlage über. Der
Hochdruckblock verbleibt über Russland.

Die AIFS-, GraphCast-ML- und Pangu-Weather-ML-Simulationen ähneln bis zum
nächsten Dienstag dem IFS-Hauptlauf.
__________________________________________________________

Bewertung der Ensemblevorhersagen


Bereits zu Beginn der Mittelfrist zeigen die Ensembles deutliche Unterschiede
bezüglich des Trogdurchgangs ab der Nacht zum Donnerstag. Zum Wochenende hin
sind die Raufahnen auf einem recht einheitlich hohen Temperaturniveau auf 850
hPa bei recht hohem Geopotenzial. Danach dominiert die Hauptwindrichtung Ost.
Niederschlagssignale sind kaum noch vorhanden. In der Mehrzahl der Modelle geht
es allerdings höhenmild weiter. Die Anzahl der kalten Ausreißer, zu denen auch
der Hauptlauf gehört, ist in den letzten Läufen allerdings häufiger geworden.

Die GFS-Ensembles sehen ähnlich aus, zeigen aber bereits ab Samstag eine größere
Streuung. Ab dem 22.01. setzt ein allgemeiner Abwärtstrend bei den
850-hPa-Temperaturen ein.

Die ENS des AIFS zeigen ab Samstag einen deutlichen Rückgang der
2-m-Temperaturen. Die AIFS-ENS bleiben jedoch, wie auch beim GFS, bis zum 21.01.
auf einem recht hohen Niveau auf der 850-hPa-Fläche und zeigen danach ebenfalls
einen Abwärtstrend.

Fazit: Die leicht unbeständige und milde Witterung setzt sich zunächst bis Ende
der Woche fort. Danach scheint sich das blockierende Russlandhoch retrograd zu
verlagern, sodass wir ab Ende der Woche zunehmend unter antizyklonalen
Bedingungen mit der üblichen Grenzschichtproblematik kommen. Dabei gehen die
bodennahen Temperaturen einerseits durch Auskühlung, andererseits durch
Einsickern kälterer Luft aus dem Osten etwas zurück.

Die derzeit wahrscheinlichste Variante ist, dass sich der Block im weiteren
Verlauf retrograd in Richtung Skandinavien ausbreitet oder verlagert. Diese
Annahme wird auch durch die IFS-Clusteranalysen gestützt. Somit sind in der
erweiterten Mittelfrist winterliche Optionen zumindest wieder möglich. Die
subseasonale Vorhersage des IFS reagiert darauf und berechnet im Ensemblemittel
für Ende Januar und Anfang Februar neutrale bis leicht negative
Temperaturabweichungen für Mitteleuropa, allerdings mit hohem Spread. Auch wenn
die Unsicherheiten noch groß sind, eine durchgreifende Westwetterlage, die die
winterlichen Optionen für Mitteleuropa vorerst beenden würde, ist erst einmal
weniger wahrscheinlich.
_________________________________________________________

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Außer ein paar stürmische Böen in dafür anfälligen Föhntälern am Freitag birgt
die Lage keine signifikanten Wettergefahren.
________________________________________________________

Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, MOSMIX, ab Wochenende IFS-ENS
________________________________________________________


VBZ Offenbach / Dipl. Met. Christian Herold


Quelle: Deutscher Wetterdienst