Private Wetterstation Kalkriese

Lat.: 52° 24' 26" Nord • Long.: 8° 04' 41" Ost • Höhe: 57 m ü. NN
Sonntag, 30. November 2025 • 23:47:36 (UTC+1)

Wettervorhersage externer Anbieter



Bodenanalysekarten und Synoptische Übersichten

Luftdruck - Fronten - Wetter

Nordatlantik - Europa
 
 
Nordatlantik - Europa


Quelle: Deutscher Wetterdienst, Quelldatei bearbeitet und eigene Angaben ergänzt.




SXEU31 DWAV 301800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 30.11.2025 um 18 UTC


SCHLAGZEILE:
BRISCA und AXEL eröffnen den Dezember - unspektakulärer, an der Nordsee sehr
windiger Wochenstart.

Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
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Aktuell ... ist das Nordseetief ZENOBIO dabei, vom Seegebiet Fisher in den
Skagerrak einzubiegen. Der gute ZENOBIO hat sich schon sehr weit in die obere
Troposphäre hineingebohrt, so dass es nicht weiter verwundert, dass er sich
bereits im Auffüllmodus befindet. Das Auffüllen wird sich noch beschleunigen,
wenn das Tief im Laufe der Nacht in Südschweden onshore geht und stärkere
Reibungsprozesse einsetzen. Angesichts dieser Entwicklung ist es nur zu logisch,
dass sich der kurzzeitig auf West drehende Wind auf und an der Nordsee
vorübergehend abschwächt, bevor er am Montag wieder ein bis zwei Schippen
drauflegt.

Ansonsten gilt es zu konstatieren, dass die zugehörige Kaltfront inzwischen den
Südosten des Vorhersageraums erreicht hat, den sie bis zum Frühstück aber auch
bereits wieder verlassen haben wird. Noch immer ist die Front schleifend mit
Anacharakter unterwegs, wodurch ein Großteil des Regens auf der kalten Seite
fällt. Über der kalten Seite befindet sich auch der begleitende, mittlerweile
recht scharf geschnittene Höhentrog (mit kleiner Radarlinie in der Mitte im
Achsbereich). Hierbei handelt es sich um das Residuum eines inzwischen in
Richtung Südwesteuropa erfolgten Cut-Offs. Für Hebung ist also gesorgt und so
kommt es im Süden und Osten zu Regenfällen, die sich bis zum Morgen - abgesehen
von lokalem Restniesel insbesondere im ostbayerischen Mittelgebirgsraum - an die
Alpen respektive ins südliche Vorland zurückziehen. Die Schneefallgrenze sinkt
im Schwarzwald und in den Alpen z.T. bis auf 800 m ab. Oberhalb 1000 m können
bis Montag früh 1 bis 5 cm Neuschnee zusammenkommen, in Staulagen vereinzelt
auch etwas mehr. Darüber hinaus gilt es den Alpenrand sowie das östliche Bayern
im Hinblick auf potenzielles Glatteis nicht ganz aus den Augen zu verlieren.
Zwar steckt weder irgendwo nennenswert Frost im Boden (meist überhaupt keiner)
und auch negative Luft- bzw. Belagstemperaturen sind wegen der Gegenstrahlung
durch die reinziehenden Wolken eher selten bzw. befinden sich aktuell im
Aufwärtstrend. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass es ganz
kleinräumig und auch nur kurzzeitig mal glatt werden kann. Im größten Teil des
Südens und Südostens dürfte es aufgrund der positiven Temperaturen keine
Probleme mit Glätte geben.

Glatt werden kann es hingegen - und das durchaus etwas verbreiteter - auf der
Frontrückseite in der einfließenden erwärmten Meeresluft subpolaren Ursprungs
(mPs), die unter Druckanstieg gelangt. T850 geht zurück auf Werte um -3°C, aber
auch in Bodennähe sowie in den unteren Luftschichten ist eine Abkühlung auf nahe
0°C oder gar etwas darunter durchaus möglich. Auflockernde Bewölkung (wenn auch
z.Zt. noch schwerfällig) bei gleichzeitig windschwachen Bedingungen fördern die
langwellige Ausstrahlung. Und da Straßen und Wege durch die vorherigen
Regenfälle noch nicht überall abgetrocknet sind, besteht die Gefahr gefrierender
Nässe, was mit einer recht großräumigen, aber keinesfalls unberechtigten
Glättewarnung gewürdigt wurde (das Auflockern ist räumlich nicht immer zu 100%
prognostisch aufzulösen, weshalb eine gewisse FAR bewusst in Kauf genommen
wird). Unproblematisch in puncto Glätte sollte es im Norden und Osten bleiben,
da entweder zu mild oder schon abgetrocknet oder beides.

Hier und da bildet sich Nebel, wenn er es nicht bereits schon getan hat.


Montag ... stellt sich in weiten Landesteilen leichter Zwischenhocheinfluss ein.
Aus dem Bodenkeil, der sich in der Nacht von Frankreich bis nach Süddeutschland
vorgeschoben hat, löst sich eine eigenständige 1020-hPa-Parzelle (BRISCA). Zwar
wandert BRISCA über Österreich und Tschechien zügig ostwärts aus. Da sich aber
rückseitig ein südwest-nordost-exponierter Rücken über Deutschland legt, der für
Absinken sorgt, kann vor allem in der Nordhälfte sowie im Südwesten teils
längere Zeit die Sonne scheinen.

Weniger erwartungsvoll in Sachen solarer Direktstrahlung sollte man dem Montag
im Süden und Südosten entgegenblicken. Zwar ist die Kaltfront nicht mehr auf der
Wetterkarte zu finden und es stehen auch keine großartigen Niederschläge mehr
auf der Karte. Dafür hält sich aber äußerst zäh tiefe, teils hochnebelartige
Bewölkung (vereinzelt mit Nieselregen), die sich in gradientarmem Gelände ohne
Wind kaum auflösen wird. Und auch der Blick in den Westen und Nordwesten darf
uns nicht verloren gehen. Dort braut sich die nächste zyklonale Attacke
zusammen, ausgehend von einem sehr umfangreichen Sturmtief namens AXEL. Zur
Mittagszeit befindet sich AXEL mit etwas unter 965 hPa im Kern rund 700 km
südlich von Island mit Kurs Ost-Nordost. Ausgestattet ist das Sturmtief mit
einem vollständigen Frontensatz bestehend aus Warmfront, Kaltfront und
Okklusion. An der Kaltfront läuft ein flache Welle ab, die sogar getauft wurde
(BJÖRN), auch wenn sie für uns am Ende nur mittelbar von Bedeutung ist.
Konzentrieren müssen wir uns am Montag auf die Warmfront, die um 12 UTC
Westfrankreich sicher erreicht und Benelux noch nicht ganz erreicht hat.
Vorlaufende WLA lässt mehrschichtige Bewölkung auf den Westen und Nordwesten
übergreifen, aus der es am Spätnachmittag und Abend zwischen Nordfries- und
Emsland, vielleicht auch am Niederrhein leicht anfängt zu regnen oder nieseln.

Was fehlt noch? - Wind und Temperatur. In der frischen Meeresluft reicht es
maximal für 3 bis 8°C, was für einen ersten Dezember traditionell eher als mild
zu bezeichnen ist. In den höchsten Lagen der Mittelgebirge liegt die
Höchsttemperatur um oder etwas unter 0°C. Windtechnisch rückt einmal mehr die
Deutsche Bucht in den Fokus, wo vorderseitig des Kollegen AXEL der Gradient
anzieht und dabei eine flotten Südwind kreiert. Für Niedersachsen bedeutet das
weitgehend ablandige Bedingungen, so dass am ehesten die Ostfriesischen Inseln
einige 7er-Böen abbekommen. Schleswig-Holstein wird "besser" angeschnitten, was
dort an der Küste vermehrt Böen 7 Bft, vor allem auf den Inseln und den Halligen
auch einzelne 8 Bft zur Folge hat. Ansonsten könnte der Wind im Lee der
westlichen Mittelgebirge mal soweit aufmucken, dass die ein oder andere steife
Böe 7 Bft dabei herausspringt.

In der Nacht zum Dienstag verlagert sich der Rücken langsam ostwärts, was uns
mehr und mehr auf die Vorderseite des breiten, zum Sturmtief korrespondierenden
Potenzialtrogs bringt. Dessen Frontensystem rückt ebenfalls näher an den
Vorhersageraum heran, trotzdem will der Regen im Westen und Nordwesten nicht so
richtig weiter landeinwärts vorankommen. Hauptgrund dürfte das Austeilen,
sprich, das Rückdrehen der südwestlichen Höhenströmung sein, ausgelöst durch die
Verkürzung der Wellenlänge des Troges.

Ansonsten präsentiert sich die Nacht aufgelockert oder gering bewölkt (Cirren),
teils aber auch hochnebelartig bedeckt (vor allem Süden/Südosten, bedingt Mitte)
oder eben neblig. Im Süden und Osten sowie in der gesamten Mitte besteht
Frostgefahr, es sei denn, die zähe Bewölkung vom Tage löst sich auch nachts
nicht auf, was gebietsweise passieren wird. An der Nordsee bleibt es windig bis
stürmisch.

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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC

Dienstag ... gelten die Ausführungen der Frühübersicht.


Modellvergleich und -einschätzung
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Der Prosa des Haupttextes ist nichts hinzuzufügen.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann



S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 30.11.2025 um 10.30 UTC



Vor allem im Westen wechselhafter, zeitweise etwas Regen, zum Wochenende noch
etwas zunehmend, eher mild. Im Südosten gebietsweise Dauergrau und teils auch
tagsüber kalt um 0 Grad, nächtliches Glätterisiko.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 07.12.2025


Zu Beginn der Mittelfrist am Mittwoch liegt Deutschland vorderseitig eines
Westeuropatroges, der sich weit nach Süden erstreckt und später dann wohl auch
über dem Norden Afrikas abtropft. Das korrespondierende Bodentief liegt nördlich
von Schottland und schleifende Frontreste liegen über den westlichen
Landesteilen und kommen kaum noch ostwärts voran. Tendenziell verlieren sie
weiter an Wetterwirksamkeit. Damit einhergehend ist es überwiegend bewölkt, hier
und da kann noch etwas Regen fallen, die Mengen sind gering. Nach Osten hin
schließt sich der Übergangsbereich zu einer umfangreichen Hochdruckzone über
Osteuropa/Russland an, mit einer auf leicht südöstliche Richtungen drehenden
Strömung sickert etwas trockenere Luft ein und gebietsweise zeigen sich
Wolkenlücken. Teils halten sich aber bereits in der Nacht gebildete
Nebel-/Hochnebelfelder hartnäckig. In der Nacht zum Donnerstag breiten sie sich
auch wieder aus oder verdichten sich. Bei leichtem bis mäßigem Nachtfrost
besteht auch streckenweise Glättegefahr.

Am Donnerstag zieht das zunehmend kürzerwellige Trogresiduum auf der Vorderseite
der über Westeuropa nachfolgenden Austrogung nordostwärts. Das von Westen
nachfolgende Bodentief läuft gegen den umfangreichen Hochkomplex über
Osteuropa/Russland an und schwächt sich ab, auch über dem Südosten Deutschlands
herrscht höherer Luftdruck. Das Wetter gestaltet sich daher relativ ruhig. Im
Westen und Norden wechselnd bis stark bewölkt, überwiegend aber voraussichtlich
trocken, vielleicht kann im Zusammenhang mit dem Durchschwenkenden
Kurzwellentrog hier und da mal etwas Sprühregen fallen. Im Südosten und Teilen
des Ostens teils zäher Nebel oder Hochnebel, abseits davon vor allem im höheren
Bergland oder im Lee der Mittelgebirge Sonnenschein. Gebietsweise Nachtfrost und
streckenweise Glätte, im Dauergrau teils leichter Dauerfrost, sonst eher mild.

Am Freitag verliert der Westeuropatrog bei der Ostverlagerung und das Blocking
über Osteuropa an Kontur, westlich der Britischen Inseln erfolgt eine neue
Austrogung samt umfangreichem, korrespondierendem Bodentief. Beides tangiert
Deutschland aber wohl noch nicht bzw. wohl höchstens mit von Westen zunehmender
Bewölkung im späteren Tagesverlauf, im Vorhersagegebiet herrscht eher leichter
Hochdruckeinfluss unter einer flache Hochdruckbrücke. Nach Nordosten gibt es
noch etwas dichtere Bewölkung vom genannten Kurzwellentrog, eventuell auch mit
geringem Regen, der aber wohl rasch abzieht. Vor allem im Süden/Südosten kann
sich erneut Nebel oder Hochnebel halten, es bleibt dann bei Höchstwerten um oder
leicht unter 0 Grad. Sonst gibt es wechselnde Bewölkung, gebietsweise (vor allem
im höheren Bergland wie den Alpen) auch Sonnenschein. In der Nacht zum Samstag
gebietsweise leichter, im Süden teils auch mäßiger Frost, streckenweise Glätte.

Am Samstag zieht der zunehmende an Kontur verlierende Trog vom Freitag als
Kurzwellentrog über die nördlichen Landesteile nordostwärts, dabei meist starke
Bewölkung, vielleicht ein paar Regentropfen. Der nachfolgende Trog und das
korrespondierende Bodentief verlagern sich ostwärts und greifen dann auch auf
den Westen Deutschlands über. Von Westen her ist es überwiegend bewölkt, zeit-
und gebietsweise kann es etwas regnen. Schnee oder Schneeregen fällt nur im
höheren Bergland, die 850 hPa-Temperaturen liegen leicht über dem Gefrierpunkt.
Im Südosten anfangs teils anhaltend neblig-trüb, teils Sonne, auch dort später
zunehmend bewölkt. Ostwärtiges Ausgreifen des aufkommenden Regen am Abend und in
der Nacht zum Sonntag unsicher, ggf. im Übergangsbereich zur kühleren
Grundschicht im Südosten etwas erhöhte Glättegefahr nicht ausgeschlossen. Auch
der Gradient nimmt etwas zu, im Bergland und an den Küsten frischt der Wind aus
Süd bis Südost böig auf, im höheren Bergland teils auch stark bis stürmisch. An
der Küste ist er meist ablandig, von daher besteht am ehesten auf den
Nordseeinseln ein gewisses Potenzial für warnrelevante Böen. Nachts gebietsweise
leichter Frost.

Am Sonntag liegen die Trogachse und das korrespondierendes Bodentief mit seinem
Zentrum leicht westlich unseres Vorhersagegebietes. Im Osten liegt nach wie vor
das umfangreiche blockierende Hoch. Durch das Blocking verlieren sowohl der Trog
als auch das Bodentief an Kontur/Intensität. Vor allem über den westlichen
Landesteilen dominiert daher dichte Bewölkung mit zeitweilig leichtem Regen, in
Gipfellagen vielleicht auch Schnee oder Schneeregen. Wolkenlücken abseits von
Nebel/Hochnebel am ehesten auch mal im Osten und Südosten, dort auch weitgehend
trocken. Im Bergland und an den Küsten bzw. auf See teils stark böiger bis
stürmischer Wind, meist aus Südost. Gebietsweise wieder leichter Nachtfrost,
stellenweise Glätte.

In der erweiterten Mittelfrist von Westen neue Anläufe in Richtung zunehmend
zyklonal geprägter Witterung von Westen. Unsicher, wie stark bzw. nachhaltig von
Osten her das Blocking ist. Zumindest die westlichen Landesteile tendenziell mit
mehr Bewölkung und zeitweise Regen, nach Osten hin weniger zyklonal.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz der vorliegenden IFS-Modellläufe ist zu Beginn der Mittelfrist
noch ganz gut, die Timing- und Amplitudenunterschiede nehmen allerdings zum Ende
der Woche recht rasch zu. Ab Freitag gibt es somit zunehmende Unsicherheiten
hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs und wie stark das Blocking über Osteuropa
das Übergreifen der zyklonalen Strukturen von Westen her be-/verhindert. Das
Wetter im Westen des Landes scheint sich relativ sicher zunehmend zyklonaler zu
gestalten, nach Osten hin kann eventuell auch weiterhin eher ruhiges Wetter
dominieren. Dabei würden dann weiterhin spätherbstliche/leicht winterliche
Grundschichtproblematiken (zäher Nebel/Hochnebel, Nachtfrost bzw. vielleicht
auch leichter Dauerfrost, vor allem nächtliches Glätterisiko) dominieren. Dabei
gestaltetet sich der aktuellste IFS-Lauf leicht progressiver als die Vorgänger.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Ein Blick auf andere Globalmodelle zeigt zunächst sehr ähnliche Strukturen. Auch
hier nehmen die Unterschiede zum Ende der Woche hin mehr und mehr zu. Dabei
lässt sich feststellen, dass das IFS die zyklonalste Variante zeigt. Auch das
GFS zeigt deutlich zyklonale Strukturen, aber etwas anders konturiert und nach
Süden hin teils auch mit leicht antizyklonalem Einschlag (flache
Hoch-/Geopotenzialbrücke). Beim ICON dominiert auch am Wochenende noch recht
häufig Hocheinfluss (Hochbrücke, rasches Durchschwenken eines eher flachen
Troges mit wenig Wetterwirksamkeit).
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Bereits zu Beginn der Mittelfrist (Mittwoch 00 UTC bis Donnerstag 00 UTC, +72
bis +96 h) werden fünf Cluster mit 18, 13, 9, 8 und 3 Membern gezeigt. Alle
werden dem Regime negativer NAO zugeordnet. Haupt- und Kontrolllauf werden mit
insgesamt 13 Membern in Cluster 2 eingruppiert. Prinzipiell sehen die fünf
Varianten aber für unseren Vorhersagebereich relativ ähnlich aus, mit eher sehr
geringen Unterschieden in der Ausgestaltung des Trogkomplexes über Westeuropa.
Es ist also schwierig, eine Prognoserelevanz zu erkennen. Im Folgezeitraum von
Freitag 00 UTC bis Sonntag 00 UTC (+120 bis + 168 h) sind drei Cluster mit 25,
14 und 12 Membern zu sehen, Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 1. Hier sind in
den Clustern etwas größere Unterschiede in der Trog-Keil-Struktur zu erkennen,
die teilweise dem Regime Blocking, teils dem NAO negativ zugeordnet werden. Für
Deutschland ergeben sich Unterschiede in der Stärke des von Westen
übergreifenden Troges und dem Maß an Ostverlagerung desselben. Dabei gibt es
keine klare Außenseiterlösung. Cluster 1 mit Haupt- und Kontrolllauf nimmt hier
eine eher mittlere Variante ein. Es ist aber möglich, dass der Osten weitgehend
unbeeinflusst bleibt unter einem insgesamt schwächeren Trog (Cluster 2, 14
Member) oder auch etwas rascher ins zyklonale Regime übergeht (Cluster 3, 12
Member). In der erweiterten Mittelfrist ab Montag (8.12., +192 h) werden die
Unsicherheiten naturgemäß nicht kleiner... Es werden vier Cluster mit 17, 13, 11
und 10 Membern angeboten, Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 1. Dabei reichen
die Lösungen vom anhaltenden Blocking über Osteuropa und vor allem im
Süden/Südosten antizyklonal konturiertem Umfeld bis hin zu einem Durchgreifen
des Troges oder auch einem neuen, von der Iberischen Halbinsel nordostwärts
ausgreifenden Keil.

Die Rauchfahnen zeigen hinsichtlich der 850 hPa-Temperatur ein relativ
gleichbleibendes Niveau bei sich vergrößerndem Spread. Der Mittelwert, in dem
auch der Kontrolllauf gut eingegliedert ist, schwankt etwas um den Gefrierpunkt
mit leichter Tendenz nach oben in der erweiterten Mittelfrist, wobei dann der
Kontrolllauf nach oben ausschlägt und die Bündelung der Member insgesamt weiter
nachlässt. Es lässt sich aber festhalten, dass die Abweichungen und Ausreißer
nach unten, also hin zu winterlichen Temperaturen, kaum vorhanden sind. Nach
Süden hin zeigen sich deutlich weniger Niederschlagssignale als in den
nördlichen und westlichen Landesteilen, sie nehmen aber auch dort im Lauf des
Wochenendes bzw. in der erweiterten Mittelfrist zu. Das Geopotenzial in 500 hPa
geht tendenziell eher zurück, der Spread nimmt insbesondere zum Ende der Woche
hin zu und weitet sich zu erweiterten Mittelfrist nochmals deutlich. Dann auch
mit einigen Membern mit höherem Geopotenzial als im deterministischen Lauf.
Alles in allem keine Überraschungen zu den obigen Ausführungen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Insgesamt eher warnarm, vor allem wahrscheinlich aber keine markanten
Wettergefahren.

FROST/GLÄTTE:
Gebietsweise leichter, Mittwoch bis Freitag vor allem im Südosten teils mäßiger
Nachtfrost, streckenweise dabei Glätte durch Reif oder gefrierende Nässe. Im
Dauergrau vor allem Mittwoch und Donnerstag teils leichter Dauerfrost nicht
ausgeschlossen.

WIND:
Am Freitag und am Wochenende im Bergland, ggf. auch auf den Nordseeinseln (sonst
ablandig) zeitweise starke bis stürmische Böen aus südlichen Richtungen (häufig
Südost).
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOS-Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger


Quelle: Deutscher Wetterdienst